
wissenschaftlich fundiert - endlich ist Networkmarketing auch auf deutschen Hochschulen angekommen. Skeptiker gibt es natürlich immer wieder und wie bei jeder Statistik kann man Sie immer drehen und wenden und zerpflücken. Glücklicher Weise bekommt NWM immer mehr prominente Fürsprecher, sodass die Stimmen der ewigen Pessimisten immer unbedeutender werden. Ich finde es ein tolles aufschlußreiches Buch. Ich wünsche allen Lesern viel Erfolg in Ihrem MLM Geschäft.
Schöne Worte, die aber gar nicht zu den präsentierten Zahlen passen - Dieses Buch ist ein eindruckvolles Plädoyer für das Netzwerk-Marketing. Es sollte doch auch hartnäckige Kritiker mit seinen wissenschaftlich fundierten Aussagen und Statistiken überzeugen können. Doch, wer sich die in dem Buch präsentierten Zahlen einmal näher anschaut und ein wenig damit rechnet, dem liefert ausgerechnet dieses Buch schlagkräftige Argumente, dass Netzwerk-Marketing vielleicht doch nicht die super Geschäftsmöglichkeit ist, wie das Buch behauptet. Auf S.49 wird die Etwicklung der Anzahl der im Direktvertrieb Tätigen (Geschäftspartner genannt) in Europa im Zeitraum von 1992 bis 2004 dargestellt. Sie hat sich im Durchschnitt um fast 14% pro Jahr erhöht. Von 2003 auf 2004 war der Zuwachs sogar fast 40%. Das ist sehr respektabel. Aber was bedeutet es praktisch? Selbst mit den Zahlen aus diesem Rekordjahr würde jeder Geschäftspartner im Durchschnitt etwa 2,5 Jahre brauchen, um auch nur einen einzigen neuen Geschäftspartner zu gewinnen und dauerhaft im Geschäft halten zu können! Nicht sehr ermutigend. Teilt man nun die Zahlen der Umsatzentwicklung im gleichen Zeitraum von S.48 durch die Anzahl der im Direktvertrieb Tätigen, erhält man den Umsatz pro Geschäftspartner und Jahr. Dieser Umsatz betrug in Europa 1992 noch 3900Euro und ist bis 2004 auf 1600Euro gesunken. Das ist immerhin eine Abnahme von fast 60%. Offenbar wird das Geschäft immer schwieriger. Wieviel Einkommen kann man nun daraus generieren? Netzwerk-Marketing ist ein Handelsgeschäft. D.h. es gibt keinen Stundenlohn, das Einkommen kann nur aus den Umsätzen entstehen. Vom Umsatz stehen max. ca. 50% als Einkommen zur Verfügung (Handelsspanne und Umsatz-Provisionen). D.h. 2004 hat jeder Geschäftspartner im Mittel max. 800Euro/Jahr eingenommen. Auf S.89 kann man noch lesen, dass der mittlere Arbeitsaufwand, den jeder Geschäftspartner (in Deutschland) aufbringt, 16h/Woche beträgt. Verknüpft man nun diese Zahlen miteinander, ergibt sich eine ernüchternde Bilanz: Der Erfolg von 16h Arbeit pro Woche ist ein neuer (dauerhafter) Geschäftspartner alle 2,5 Jahre und 1600Euro Umsatz/Jahr, woraus sich max. 800Euro/Jahr Einkommen eingeben. Das ergibt einen Verdienst von nicht einmal einem Euro pro Stunde. Sieht so eine ganz tolle Geschäftsmöglichkeit aus?Sicherlich, das sind nur Durchschnittswerte. Bestimmt schaffen es besonders Fleißige, diese schlechten Zahlen zu ihren Gunsten zu verbessern. Nur, wieviel mehr als diese 16h/Woche müssen sie dafür investieren? Verbessert sich damit der Verdienst pro Stunde? Auf S. 80 gibt es noch eine Statistik mit durchschnittlichen Jahresprovisionen der Geschäftspartner. Sie ist Ergebnis einer Umfrage und sagt aus, wieviel Prozent der Geschäftspartner verdienen 0-2999Euro/Jahr, wieviel 3000-4999Euro/Jahr usw. bis zu einem Anteil, der über 250000Euro/Jahr verdient. Berechnet man daraus einen Durchschnittswert, ergibt sich selbst bei vorsichtiger Rechnung (d.h. man rechnet jeweils mit dem Betrag an der unteren Intervallgrenze) ein Durchschnittsverdienst von 13210Euro/Jahr. Das sieht doch ganz ok aus. Aber halt, hatten wir nicht vorher ausgerechnet, dass der mittlere Umsatz nur 1600Euro/Jahr beträgt? Ein Geschäftspartner verdient also angeblich im Durchschnitt 8 mal mehr, als er überhaupt umsetzt. Wie bitte soll das funktionieren?Da ich dem Buch keine unseriöse wissenschaftliche Arbeitsweise unterstellen möchte, gehe ich davon aus, dass die Zahlen tatsächlich so erhoben wurden. Es bieten sich folgende Erklärungsversuche an: Haben vielleicht die Befragten aus Scham ihr wahres Einkommen drastisch geschönt, um nicht zugegeben zu müssen, dass sie gescheitert sind und viel weniger verdienen, als sie erhofft hatten? Oder gibt es in diesem System vielleicht neben dem Produktgeschäft eine weitere Einkommensquelle? Warum wird sie nicht erwähnt, wo sie doch offenbar den weitaus größten Teil des Einkommens ausmacht? Und woraus wird diese Quelle gespeist? Von außerhalb wohl kaum. Also kann das Geld nur von den Geschäftspartnern selbst kommen. Aber wofür geben diese ein Mehrfaches von dem aus, was sie selbst umsetzen? Sind dies vielleicht Kosten, die ein Networker aufbringen muss, um überhaupt sein Geschäft betreiben zu können? In diesem Buch gibt es bezeichnenderweise gerade zu solchen Kosten keinerlei Angaben. Wird damit nicht etwas ganz Wesentliches verschwiegen? Fazit: Dieses Buch liest sich wie ein Loblieb auf das Netzwerk-Marketing. Schaut man aber hinter die schönen Worte, stößt man auf Widersprüche und offene Fragen. Dafür gibt s nur einen Stern.
sehr informativ und lehrreich - Endlich einaml eine neutrale Stellungnahme eines Wirtschaftswissenschaftlers mit Reputation! Ein Ausloten von Für und Wieder, ohne Vorurteile in die ein oder andere Richtung.Lt. meinen Infos hat er auch schon vor der Wirtschaftskammer in Österreich Vorträge gehalten.
Leseerlebnis und Nachschlagewerk zugleich - Die Gliederung des Buches in die drei Bereiche Fakten, Porträts und Ziele erhöht das Leseerlebnis und macht es zu einem Nachschlagewerk. Die Porträts sind sehr gelungen, wobei mir die Kernaussagen, wie sie unser Geschäft generell betreffen, besonders gut gefallen. Aussagen wie Es muss ein Funke im Herzen sein (Holger Kunath von LR International), Sammle 1000 Neins und du bist reich (Carsten Ledulé von PM International), Mütterliche Gespräche mit sympathischen Menschen (Maria Schleipfer von Amway) und Wege entstehen oftmals erst beim Gehen (Gabi Steiner von LifePlus) beschreiben das Geschäft wahrlich treffend. Ich möchte mich der Danksagung am Schluss des Buches anschließen und allen, die daran mitgewirkt haben, danken, dass es dieses Buch gibt!
Ideal für Neulinge und erfahrene Networker - Dieses Buch ist ein ideales Werkzeug für alle Networker, um es da einzusetzen, wo über Network gar keine oder falsche Vorstellungen existieren. Besonders gut gefällt mir, dass es sich hier um eine Veröffentlichung handelt, die sowohl für den Neuling als auch für den erfahrenen Networker viele Marktdaten und -analysen liefert. Dieses verdeutlicht, dass künftig kein Weg mehr am Network-Marketing vorbeiführt und dass dieser Art des Vertriebs wachsende Bedeutung zukommt. Ebenfalls sehr treffend finde ich den Titel Network-Marketing: Beruf und Berufung. Hiermit wird ausgedrückt, dass man diese Tätigkeit erlernen kann und dass sie für alle Bevölkerungsgruppen infrage kommt.